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Auszug "Die Dilts-Methode"aus der VDS-Broschüre
„Alternative Methoden" des Verbands Dyslexie Schweiz

Diesen Auszug finden Sie hier.

Die Graphologische Bewusstheit

Analog zum Begriff der „Phonologischen Bewusstheit“ wird die „Graphologische Bewusstheit“ definiert.

Ein „Graphem“ ist per definitionem etwas Geschriebenes, das man nur durch Sehen wahrnehmen kann (es wird zum „Phonem“, wenn es ausgesprochen und gehört wird). Buchstaben und Wörter, aber auch Zahlen usw., sind Grapheme und besitzen eine graphemische Struktur.

Je klarer eine Person innerlich (mental) sieht, aus wieviel - und vor allem aus welchen - Elementen (z. B. Buchstaben) sich ein Wort zusammensetzt und je eindeutiger sie Lautvariationen der einzig korrekten Schreibweise zuordnet, um so höher ist die „Graphologische Bewusstheit“ der Person.

Sie stellt eine Begabung jedes Menschen dar, sich die graphemische Struktur der Wörter zu verdeutlichen - und sie ist trainierbar! Einer Person, die eine visuelle Speicherung der einzelnen Wortbilder hat, fällt es leicht, den Buchstabencode beim Lesen- und Schreibenlernen zu begreifen. Sie hat, bildlich gesprochen, die „Innere Bildfläche“ als mentale Haftfläche für die einzelnen Wörter, und sie kann Schreibweisen, die einmal gespeichert wurden, nun wieder gezielt in die Erinnerung rufen.